Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Wer darf wann was tun?

Einordnung und Hintergrund

Das Tabellenblatt „Bedienungspersonal“ ist ein Überbleibsel aus Versionen 2.x des MBT-RAT.

In aktuellen Versionen hat dieses Tabellenblatt keine technische Verknüpfung zur Risikobeurteilung und ist nicht zwingend erforderlich für die Funktion des Tools.

Zweck des Tabellenblatts

Das Tabellenblatt „Bedienungspersonal“ dient der strukturierten Festlegung, welche Qualifikation für welche Tätigkeit im Lebenszyklus der Maschine erforderlich ist.

Dieses Blatt beschreibt nicht primär Personengruppen, sondern:

  • Lebensphasen der Maschine
  • typische Aufgaben innerhalb dieser Phasen
  • und die erforderliche Qualifikation zur Durchführung dieser Aufgaben

Es handelt sich um ein methodisches Unterstützungsblatt, das keine automatische Verknüpfung zur Risikobeurteilung besitzt.

Tabellenstruktur

Überschriften (Zeile 3)

SpalteInhalt
ALebensphasen
BLebensphase (Untergruppe)
CAufgabenbeispiele des Bedienungspersonals
D-FErforderliche Qualifikation des Bedienungspersonals

Unterüberschriften (Zeile 4)

Die Spalten D–F sind untergliedert in:

SpalteQualifikation
DLaie
EGeschultes / unterwiesenes Personal
FFachkraft

Inhalt der Tabelle (Spalten A–C)

Die Tabelle ist bereits mit typischen Lebensphasen und Tätigkeiten vorstrukturiert.

Beispielhafte Lebensphasen (Spalte A)

  • 1. Transport
  • 2. Zusammenbau und Installation / Inbetriebnahme
  • weitere Lebensphasen folgen entsprechend der Systematik der Risikobeurteilung

Aufgabenbeispiele (Spalte C)

Beispiele aus der Datei:

Transport:

  • Anheben
  • Beladen
  • Verpacken
  • Transportieren
  • Entladen
  • Auspacken der Maschine oder von Maschinenteilen

Zusammenbau / Installation:

  • Einstellungen an der Maschine und deren Bauteilen
  • Zusammenbau der Maschine
  • Anschluss an Entsorgungsanlagen
  • Anschluss an Energieversorgung
  • Vorführung
  • Befüllen mit Hilfsstoffen
  • Anbringen von Schutzgittern
  • Befestigen / Verankern

Diese Liste dient als methodische Orientierung und kann projektbezogen ergänzt werden.

Welche Eingaben durch den Anwender zu machen sind

Der Anwender trägt in der Regel keinen Freitext in D–F ein, sondern kennzeichnet durch ein Zeichen (z. B. „X“), welche Qualifikation erforderlich ist.

Vorgehensweise:

Für jede Aufgabe (Zeile):

  • In Spalte D: „X“, wenn die Tätigkeit durch einen Laien durchgeführt werden darf
  • In Spalte E: „X“, wenn sie durch geschultes/unterwiesenes Personal durchgeführt werden darf
  • In Spalte F: „X“, wenn sie eine Fachkraft erfordert

Mehrfachkennzeichnungen sind möglich, wenn mehrere Qualifikationsstufen zulässig sind.

Methodische Bedeutung

Dieses Blatt unterstützt:

  • die Definition der Zielgruppen in der Betriebsanleitung
  • die Ableitung von Qualifikationsanforderungen
  • die Plausibilisierung von Schutzmaßnahmen
  • die Bewertung organisatorischer Maßnahmen

Es erfolgt jedoch:

  • keine automatische Risikobewertung
  • keine Übergabe der Qualifikationsdaten an das Blatt „Risikobeurteilung“
  • keine normbezogene Auswertung