Die 10 aktuellsten Einträge aus Sicherheitsanforderungen

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich Sicherheitsanforderungen eingestellt habe.

Überspringen von Maßnahmen aus wirtschaftlichen Gründen

Häufig wird in diesem Zusammenhang die Frage diskutiert, ob von der vorgegebenen Rangfolge der Maßnahmen in Anhang I, Nr. 1.1.2 der Maschinenrichtlinie abgewichen werden kann, wenn Maßnahmen der vorrangigen Stufe "zu teuer" sind, so dass dadurch "unverhältnismäßige Kosten" entstehen. Hierzu Folgendes:


[zum kompletten Eintrag]

3-Stufen Methode: Definition der Maßnahmen nach MRL

Die Reihenfolge der sicherheitstechnischen Maßnahmen ist nach Anhang I, Nr. 1.1.2 b fest vorgegeben. Dabei muss der Hersteller in drei Stufen vorgehen:

  • Integration der Sicherheit in Konstruktion und Bau der Maschine
    • Beseitigung der Risiken so weit wie möglich

[zum kompletten Eintrag]

3-Stufen Methode: Fazit der Einordnung

Während einige Maßnahmen im EU-MRL-Leitfaden und in der EN ISO 12100 eindeutig eingeordnet werden, widersprechen sich die Beispiele in Leitfaden und Norm teilweise selbst. Beide Papiere sind sich auch untereinander nicht einig. Dies liegt insbesondere wohl daran, dass kein Dokument eine eindeutige Definition enthält. Definitionen beschränken sich oft auf die Aussage: "Diese Maßnahme ist keine der anderen Maßnahmen".

Eindeutig ist, die 3 Stufen sind:

  1. Integration der Sicherheit in Konstruktion und Bau der Maschine
    • Beseitigung

[zum kompletten Eintrag]

3-Stufen Methode: Einordnung nach EN ISO 13849-1

Die EN ISO 13849-1:2015 sagt in Abschnitt 4.2.2 aus, dass ein SRP/CS (sicherheitsbezogenes Teil einer Steuerung) "entweder als ein inhärent sicheres Teil der Konstruktion oder als Steuerung einer verriegelten trennenden Schutzeinrichtung oder nicht trennenden Schutzeinrichtung" an der Risikominderung beteiligt ist.

Somit ordnet auch die EN ISO 13849 eine sichere Steuerung nicht eindeutig in die erste oder zweite Stufe ein.

Hinzu kommt, dass es z.B. nach Abschnitt 6.2.5 in der Kategorie 2 bis PL c zulässig ist, "wenn der Ausgang der Testeinrichtung, OTE, nur eine Warnung bereitstellt". Dieser Teil des SRP/CS würde also den Benutzer nur warnen und ist damit in Stufe 3 einzuordnen.


[zum kompletten Eintrag]

3-Stufen Methode: Definition nach EN ISO 12100

Die EN ISO 12100:2010 enthält Beispiele und Definitionen der 3 Stufen.

Die 3 Stufen nach EN ISO 12100 Kapitel 6 sind:

  1. inhärent sichere Konstruktion
  2. technische Schutzmaßnahmen und ergänzende Schutzmaßnahmen
  3. Benutzerinformation

[zum kompletten Eintrag]

3-Stufen Methode: Definition der Maßnahmen nach EU-MRL-Leitfaden

Der EU-Leitfaden zur Maschinenrichtlinie beschreibt in seinem §174 die drei Stufen.

Die Stufen werden hier allerdings nicht weiter definiert, sondern es werden lediglich Beispiele gegeben. Diese sind zusammengefasst:

  • Stufe 1 (Integration der Sicherheit in Konstruktion und Bau)
    • mechanische Sicherheit

    [zum kompletten Eintrag]

    Alle Lebensphasen einer Maschine beachten

    Aus Anhang I Nr. 1.1.2 a "Grundsätze für die Integration der Sicherheit" ergibt sich der zeitliche Bereich, die sog. "Lebensphasen", den der Hersteller im Rahmen der Risikobeurteilung und den daraus sich ergebenden Maßnahmen beachten muss:

    a) Die Maschine ist so zu konstruieren und zu bauen, dass sie ihrer Funktion gerecht wird und unter den vorgesehenen Bedingungen — aber auch unter Berücksichtigung einer vernünftigerweise vorhersehbaren Fehlanwendung der Maschine —


    [zum kompletten Eintrag]

    3-Stufen Methode: Unterschied zum nationalen Arbeitsschutzrecht

    Die in der EG-Maschinenrichtlinie festgelegte Rangfolge von sicherheitstechnischen Maßnahmen darf man nicht verwechseln mit den Anforderungen der europäischen Arbeitsschutzbestimmungen und insbesondere nicht mit der in den nationalen deutschen Umsetzung festgelegten Rangfolge von sicherheitstechnischen Maßnahmen. Die Richtlinie 2009/104/EG (Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung von Arbeitsmitteln) gibt dazu in Artikel 3 (2) lediglich an:

    "Ist es nicht möglich, demgemäß die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer bei der Benutzung der Arbeitsmittel in vollem Umfang zu gewährleisten, so trifft der Arbeitgeber die geeigneten Maßnahmen, um die Gefahren weitestgehend zu verringern."

    Eine Reihenfolge der Maßnahmen entsprechend den Bestimmungen der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ist insofern in den EU-Arbeitsschutzbestimmungen nicht festgelegt. Beachten muss man hierbei aber, dass die EU-Arbeitsschutzbestimmungen Mindestvorschriften sind. Diese dürfen insofern von den Mitgliedstaaten konkretisiert und sogar verschärft werden. Hiervon hat Deutschland mit der Festlegung der Rangfolge von sicherheitstechnischen Maßnahmen in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) Gebrauch gemacht.


    [zum kompletten Eintrag]

    3-Stufen Methode: Rangfolge der Maßnahmen

    Anhang I, Nr. 1.1.2 b legt die Rangfolge der sicherheitstechnischen Maßnahmen fest. Diese Rangfolge, die sogenannte "3-Stufen-Methode", muss der Hersteller bei der Konstruktion / Herstellung einer Maschine zwingend beachten:

    1. Beseitigung ggf. Minimierung der Risiken
    2. Schutzmaßnahmen, soweit der erste Schritt "ausgereizt" ist
    3. Unterrichtung der Benutzer über Restrisiken und Hinweise auf "Ersatzmaßnahmen" soweit Schritt 2 "ausgereizt" ist

    [zum kompletten Eintrag]

    Erdbaumaschinen als Hebemaschinen?

    § 328 der 2. Ausgabe des EU-Leitfadens enthält folgenden Text:

    "Die normalen Materialbewegungen von Erdbaumaschinen, beispielsweise Bagger und Lader, gelten nicht als Hebevorgänge, daher fallen Erdbaumaschinen, die nur für diesen Zweck verwendet werden, nicht unter Anhang I Teil 4. Erdbaumaschinen, die auch für das Heben von Einzellasten konstruiert und ausgerüstet sind, unterliegen dagegen den Anforderungen von Anhang I Teil 4."

    Hier hat ein Umdenken stattgefunden, so dass dieser Teil des § 328 von der europäischen Kommission überarbeitet wird. In der überarbeiteten Fassung des EU-Leitfadens soll klargestellt werden, dass Erdbaumaschinen grundsätzlich für Erdbewegungsarbeiten, wie auch für Hebevorgänge konstruiert sind. Aus diesem Grund sind sie auch Gegenstand von Anhang I Nr. 4 der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG.


    [zum kompletten Eintrag]