Die 10 aktuellsten Einträge aus Sicherheitsanforderungen

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich Sicherheitsanforderungen eingestellt habe.

Sichere Zustimmungseinrichtung oder nur Zustimmungseinrichtung?

Die Maschinenrichtlinie fordert mit "gleichzeitig folgende Steuerungsvorgaben" auch, dass
"der Betrieb gefährlicher Funktionen nur möglich ist, solange die entsprechenden Befehlseinrichtungen betätigt werden", und dass
"Betrieb gefährlicher Funktionen nur unter geringeren Risikobedingungen möglich ist".

Der Leitfaden sagt zum ersten Punkt, hierdurch "soll sichergestellt werden, dass der Bediener gefährliche Funktionen jederzeit vollständig beherrscht". Der zweite Punkt soll sicherstellen, dass "normalen Schutzvorrichtungen durch andere Schutzmaßnahmen" kompensiert werden.


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Standsicherheit in Erdbeben gefährdeten Gebieten

Soweit Maschinen bestimmungsgemäß in Erdbeben gefährdeten Gebieten eingesetzt werden, muss der Hersteller die Gefährdung durch den Verlust der Standsicherheit der Maschine in Folge eines Erdbebens im Rahmen seiner Risikobeurteilung berücksichtigen. Das gilt auch, soweit es zwar nicht direkt vorgesehen, aber vernünftigerweise vorhersehbar ist, dass die Maschine in einem solchen Gebiet aufgestellt wird.

Siehe hierzu Anhang I, Allgemeine Grundsätze Nr. 1 der Maschinenrichtlinie, wonach der Hersteller u.a. "die Grenzen der Maschine" bestimmen muss und auf dieser Basis  "die Gefährdungen, die von der Maschine ausgehen können", ermitteln muss. Das Einsatzgebiet einer Maschine gehört dabei zu deren Grenzen.


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Maschinenrichtlinie versus EN ISO 10218 "Industrieroboter- ..."

Die harmonisierte Norm EN ISO 10218-2 "Industrieroboter — Sicherheitsanforderungen — Teil 2: Robotersysteme und Integration" verlangt in Kapitel 5.6.4.2 "Manuell mit reduzierter Geschwindigkeit":

"In der Betriebsart „Manuell mit reduzierter Geschwindigkeit“, darf die Geschwindigkeit des ausgewählten Werkzeugarbeitspunkts TCP 250 mm/s nicht überschreiten. […]

In der Betriebsart „Manuell mit


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Anhang I Maschinenrichtlinie

Die konkreten

Grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen für Konstruktion und Bau von Maschinen

sind in Anhang I der Maschinenrichtlinie aufgeführt. Die Anforderungen sind für den Hersteller rechtsverbindlich. Dies ergibt sich aus den Herstellerpflichten in Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a der Maschinenrichtlinie.

Der Anhang I ist aufgeteilt in:


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    EU-Leitfaden Edition 2.1 "§ 199 Steuerung des Ingangsetzvorgangs"

    Durch die Anforderungen in Nummer 1.2.3 soll das unbeabsichtigte oder unerwartete Ingangsetzen verhindert werden, das häufig die Ursache schwerer Unfälle an Maschinen ist.

    Gemäß der in Nummer 1.2.3 Absatz 1 festgelegten grundsätzlichen Anforderung dürfen Maschinen erst dann anlaufen, wenn der Bediener durch eine gesonderte Befehlseinrichtung für das Ingangsetzen einen Ingangsetzungsbefehl gibt. Diese Anforderung gilt für das erstmalige Ingangsetzen der Maschine zu Beginn eines Betriebsabschnitts.

    Nach Nummer 1.2.3 Absatz 2 gilt diese grundsätzliche Anforderung auch dann, wenn die Maschine nach einem Stillstand oder nach wesentlichen Änderungen an ihrem Betriebszustand, beispielsweise einer Einstellung bzw. Anpassung der Maschinengeschwindigkeit, wieder in Gang gesetzt wird.

    Der Ingangsetzungsvorgang darf also beispielsweise grundsätzlich nicht einsetzen, wenn eine bewegliche trennende Schutzeinrichtung mit Verriegelung geschlossen wird, ein Befehl zum Stillsetzen aufgehoben oder ein NOT-HALT-Befehlsgerät losgelassen wird – siehe § 200 bis § 202: Anmerkungen zu


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    Einzelprüfung von Lastaufnahmemitteln auch bei Serienfertigung?

    Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MRL) verlangt in Anhang I, Nr. 4.1.2.3, das der Hersteller statische und dynamische Prüfungen an "Maschinen zum Heben von Lasten" durchführt. Lastaufnahmemittel sind "Maschinen zum Heben von Lasten" im Sinne der MRL. Anhang I, Nr. 4.1.3 verlangt vom Hersteller, dass solche Prüfungen an "allen Maschinen zum Heben von Lasten" durchgeführt werden. Damit müssen grundsätzlich auch alle Lastaufnahmemittel, die in Serie gefertigt werden, einer Einzelprüfung unterzogen werden.

    Anhang I, Allgemeine Grundsätze Nr. 2 der MRL, legt allerdings fest:

    "Die mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen verbundenen Verpflichtungen gelten nur dann, wenn an der betreffenden Maschine bei Verwendung unter den vom Hersteller oder seinem Bevollmächtigten vorgesehenen Bedingungen oder unter vorhersehbaren ungewöhnlichen Bedingungen die entsprechende Gefährdung auftritt.


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    Sicher reduzierte Geschwindigkeit oder nur reduzierte Geschwindigkeit?

    Anhang I Nr. 1.2.5 verlangt die Installation eines Betriebsartenwahlschalters, wenn bei einer Maschine mehrere Steuerungs- oder Betriebsarten mit unterschiedlichen Schutzmaßnahmen und/oder Arbeitsverfahren möglich sind. Der Betriebsartenwahlschalter erlaubt es zwischen den Schutzmaßnahmen umzuschalten, die auf die jeweilige Betriebsart abgestimmt sind. Neben dem Normalbetrieb ist eine dieser Betriebsarten z. B. der Einrichtbetrieb.

    In verschiedenen Betriebsarten müssen regelmäßig Schutzmaßnahmen, die im Normalbetrieb verwendet werden, ausgeschaltet werden. Zum Einrichten kann es z. B. notwendig sein, dass der Bediener im inneren Bereich der Maschine, d. h. hinter den eigentlichen Schutzeinrichtungen, arbeiten muss. Er muss dabei unter Umständen den laufenden Prozess der Maschine beobachten, um die optimale Einstellung der Maschine zu finden, wie z.B. beim Teachen eines Industrieroboters. Auch wenn für diese Lebensphase der Maschine nur besonders geschultes Personal eingesetzt wird, müssen hier die abgestuften Maßnahmen nach dem Konzept der integrierten Sicherheit beachtet werden – siehe Anhang I, Nr. 1.1.2. des Anhang I der Maschinenrichtlinie. Die vorgegebene Rangfolge ist in jeder Betriebsart einzuhalten:


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      Spannungsgrenzen und Maschinen

      Die Maschinenrichtlinie kennt für ihre Anwendung keine Spannungsgrenzen. Für alle Maschinen, von denen elektrische Gefährdungen ausgehen verweist sie auf die Schutzziele der Niederspannungsrichtlinie (NSpRL).

      Anhang I der NSpRL verweist zwar in dessen Überschrift auf Spannungsgrenzen, schränkt dies im Text aber nicht noch einmal ein. Somit kann davon ausgegangen werden, dass auch für Maschinen unterhalb der Spannungsgrenze die Schutzziele (und damit die harmonisierten Normen) der NSpRL gelten.

      Die (auch unter der Maschinenrichtlinie harmonisierte) EN 60204-1:2006 schränkt ihren Anwendungsbereich in ihrem Kapitel 1 ein auf:

      "Dieser Teil von IEC 60204 gilt für die elektrische Ausrüstung oder Teile der elektrischen Ausrüstung, die mit Nennspannungen bis einschließlich 1 000 V Wechselspannung oder bis einschließlich 1 500 V Gleichspannung und mit Nennfrequenzen bis einschließlich 200 Hz betrieben werden.


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      Haltebremsen

      Haltebremsen können in Maschinen Sicherheitsfunktionen übernehmen. In diesen Fällen sind sie als Sicherheitsbauteile zu betrachten, wenn sie für solche Zwecke gesondert in Verkehr gebracht werden.

      Informationen zu den Lastfaktoren, denen die Bremse bei ihrer Funktionsüberprüfung standhalten muss, finden sich in der Maschinenrichtlinie im Anhang I Nr. 4.1.2.3.

      Im IFA Report 7/2013 Sichere Antriebssteuerungen mit Frequenzumrichtern finden sich in verschiedenen Abschnitten Hinweise zu Haltebremsen:


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      Grenzen der Maschine bei Nutzung der Normen

      Die harmonisierte (Stand 2019) EN ISO 13857:2008 Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefährdungsbereichen mit den oberen und unteren Gliedmaßen gibt verschiedene Höhen und Breiten für Schutzeinrichtungen vor. U.a. für hoch gelegene Gefährdungen (Abschnitt 4.2.1.3 -- 2700mm), die nicht abgesichert werden müssen, weil sie nicht erreicht werden können. Auch die Höhe von Zäunen ist in dieser Norm in Abschnitt 4.2.2.1.2 in Tabelle 2 vorgegeben.

      Hierbei muss aber der Anwendungsbereich aus Kapitel 1 beachtet werden, in dem die Norm aussagt:

      Diese Internationale Norm bezieht Personen von 14 Jahren und älter ein (das 5. Percentil der Personen ab 14 Jahren entspricht etwa 1 400 mm).
      [...]
      Da Sicherheitsabstände von der Größe abhängen, kann es extrem großen Personen möglich sein, Gefahrenbereiche zu erreichen, obwohl die Anforderungen dieser Internationalen Norm eingehalten sind.


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