Die 10 aktuellsten Einträge aus Sicherheitsanforderungen

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich Sicherheitsanforderungen eingestellt habe.

Schutzziele der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU (73/23/EWG)

Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG verweist in ihrem Anhang I, Nr. 1.5.1 auf die "Schutzziele" der Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG, die inzwischen durch die 2014/35/EU abgelöst wurde. Die Originalfassungen der Maschinenrichtlinie sowie auch der Niederspannungsrichtlinie verwenden hier gleichlautend den Begriff "safety objectives". In der deutschen Fassung der Maschinenrichtlinie wurde dieser Begriff mit  "Schutzziele" allerdings gegenüber der deutschen Fassung der Niederspannungsrichtlinie anders übersetzt, die hier den Begriff "Sicherheitsziele" verwendet.

Nach Art. 3 der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU finden sich diese Sicherheitsziele in deren Anhang I:


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EU-Leitfaden Edition 2.1 "§ 222 Elektrizität"

Nummer 1.5.1 ist den Risiken durch die Verwendung elektrischer Energie gewidmet. Elektrische Energie kann über einen Elektromotor in mechanische Energie umgewandelt oder beispielsweise zur Erzeugung von Wärme oder Strahlung für den Arbeitsprozess genutzt werden. In gewissen Arbeitsprozessen wird auch statische Elektrizität verwendet, beispielsweise für Lackiervorgänge, zur Materialtrennung oder zur Abscheidung von Emissionen.

Die vom Einsatz elektrischer Energie ausgehenden Risiken entstehen in erster Linie durch Stromschläge durch direkten Kontakt mit Strom führenden Teilen (unbeabsichtigter Kontakt mit bestimmungsgemäß Strom führenden Teilen) oder durch indirekten Kontakt (durch Kontakt mit Teilen, die aufgrund eines Defekts stromführend wurden) sowie durch Verbrennungen, Brand oder Explosionen als Folge eines elektrischen Funkenüberschlags oder des Überhitzens elektrischer Ausrüstungen.

Nummer 1.5.1 Absatz 1 verpflichtet den Maschinenhersteller dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung aller Gefährdungen elektrischer Art zu ergreifen. Diese allgemeine Anforderung gilt unabhängig von der Spannung der elektrischen Energieversorgung.


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EU-Guide Edition 2.1 "§ 222 Electricity"

Section 1.5.1 deals with risks due to the use of electrical energy. Electrical energy may be transformed into mechanical energy by an electric motor or used, for example, to generate heat or radiation for the process. Static electricity is also used in certain processes such as, for example, painting, the separation of materials or the precipitation of emissions.

The main risks associated with electrical energy are electric shock due to direct contact with live parts (accidental contact with parts that are normally live) or indirect contact (contact with parts that have become live due to a fault) and burns, fire or explosion due to electric sparks or to the overheating of electrical equipment.

The first paragraph of section 1.5.1 requires the machinery manufacturer to take the necessary measures to prevent all hazards of an electrical nature. This general requirement applies whatever the voltage of the electrical supply.

The second paragraph of section 1.5.1 makes the safety requirements of the Low Voltage Directive (LVD) 2006/95/EC (formerly Directive 73/23/EEC as amended) applicable to machinery. The second sentence of this paragraph makes it clear that the procedures of the LVD relating to the placing on the market and putting into service are not applicable to machinery subject to the Machinery Directive. This means that the Declaration of conformity for machinery subject to the Machinery Directive shall not refer to the LVD.


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Prüfung elektrischer Ausrüstungen von Maschinen

Die europäisch harmonisierte Norm EN 60204-1 (2006) "Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen - Teil 1: Allgemeine Anforderungen" enthält Anforderungen an die elektrische Ausrüstung von Maschinen. Sie ist als sog. "B-Norm" eingestuft.

Das Institut für Arbeitsschutz - IFA - hat auf der Grundlage dieser Norm eine anwenderfreundliche Prüfliste entwickelt, die beim IFA bezogen werden kann:

IFA-Prüfliste nach DIN EN 60204-1 (2018)

Eine kostenfreie Liste des IFA in englischer Sprache finden Sie hier:


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RoHS - Stoffbeschränkungen - Richtlinie 2011/65/EG

Die Richtlinie 2011/65/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten legt nach ihrem Artikel 1 fest:

"Diese Richtlinie legt Bestimmungen für die Beschränkung der Verwendung von gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten fest, um einen Beitrag zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt einschließlich der umweltgerechten Verwertung und Beseitigung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten zu leisten."

Der Begriff "


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Sicher reduzierte Geschwindigkeit oder nur reduzierte Geschwindigkeit?

Anhang I Nr. 1.2.5 verlangt die Installation eines Betriebsartenwahlschalters, wenn bei einer Maschine mehrere Steuerungs- oder Betriebsarten mit unterschiedlichen Schutzmaßnahmen und/oder Arbeitsverfahren möglich sind. Der Betriebsartenwahlschalter erlaubt es zwischen den Schutzmaßnahmen umzuschalten, die auf die jeweilige Betriebsart abgestimmt sind. Neben dem Normalbetrieb ist eine dieser Betriebsarten z. B. der Einrichtbetrieb.

In verschiedenen Betriebsarten müssen regelmäßig Schutzmaßnahmen, die im Normalbetrieb verwendet werden, ausgeschaltet werden. Zum Einrichten kann es z. B. notwendig sein, dass der Bediener im inneren Bereich der Maschine, d. h. hinter den eigentlichen Schutzeinrichtungen, arbeiten muss. Er muss dabei unter Umständen den laufenden Prozess der Maschine beobachten, um die optimale Einstellung der Maschine zu finden, wie z.B. beim Teachen eines Industrieroboters. Auch wenn für diese Lebensphase der Maschine nur besonders geschultes Personal eingesetzt wird, müssen hier die abgestuften Maßnahmen nach dem Konzept der integrierten Sicherheit beachtet werden – siehe Anhang I, Nr. 1.1.2. des Anhang I der Maschinenrichtlinie. Die vorgegebene Rangfolge ist in jeder Betriebsart einzuhalten:


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    Beispiele für sicher reduzierte Geschwindigkeiten

    Welche Geschwindigkeit noch als sicher angesehen werden kann, ist in verschiedenen harmonisierten Normen festgelegt, z. B.:

    • EN 1010-1 bis 4 "Konstruktion und Bau von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen"
    • EN 1034-1:2000+A1:2010 "Sicherheit von Maschinen - Sicherheitstechnische Anforderungen an Konstruktion und Bau von Maschinen der Papierherstellung und Ausrüstung - Teil 1: Gemeinsame Anforderungen"
    • EN 10218-1:2011 "Industrieroboter - Sicherheitsanforderungen / Roboter"
    • EN 10218-2:2011 "Industrieroboter - Sicherheitsanforderungen / Robotersysteme und Integration"

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    Häufiger Eingriff?

    Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG verlangt eine "bewegliche trennende Schutzeinrichtungen mit Verriegelung" wenn häufige Eingriffe in den geschützten Bereich vorgesehen sind. Was häufig in diesem Sinne ist, beschreibt die EN ISO 14120:2015 "Sicherheit von Maschinen - Trennende Schutzeinrichtungen - Allgemeine Anforderungen an Gestaltung und Bau von feststehenden und beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen" in Ihrem Kapitel 6.4.4.1 a):

    "a) Bewegliche trennende Schutzeinrichtung, wenn die Häufigkeit des Zugangs vorhersehbar hoch ist (z. B. mehr als einmal pro Woche)"


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    EU-Leitfaden Edition 2.1 "§ 250 Kennzeichnung der Maschinen"

    Nummer 1.7.3 Absatz 1 befasst sich mit den Angaben, die zusätzlich zu sonstigen Informationen und Warnhinweisen für die Benutzer auf allen Maschinen angegeben werden müssen. Obwohl die Richtlinie keine Kennzeichnung für unvollständige Maschinen (UM) vorsieht, wäre es eine gute Praxis, UM mit ausreichenden Identitätsinformationen zu kennzeichnen, um eindeutig auf ihre Montageanleitungen und ihre Einbauerklärung zu verweisen. Wenn eine UM anderen Rechtsvorschriften (z. B. ATEX, Niederspannungsrichtlinie usw.) unterliegt, muss sie entsprechend den Anforderungen dieser anderen Rechtsvorschriften gekennzeichnet sein. Abgesehen von der CE-Kennzeichnung und der ATEX-Kennzeichnung wird in Nummer 1.7.3 keine besondere Form für die Kennzeichnung auf der Maschine festgelegt, sofern sie erkennbar, leserlich und dauerhaft angebracht ist. Die Kennzeichnung muss also an einer von außen sichtbaren Stelle an der Maschine angebracht werden und darf nicht hinter oder unter Maschinenteilen versteckt sein. Die verwendeten Lettern müssen unter Berücksichtigung der Maschinengröße ausreichend groß dimensioniert sein, sodass sie leicht ablesbar sind. Das verwendete Kennzeichnungsverfahren muss so gestaltet sein, dass die Kennzeichnung während der Lebensdauer der Maschine nicht verschwindet, wobei die vorhersehbaren Nutzungsbedingungen zu berücksichtigen sind. Wird die Kennzeichnung auf einem Schild angebracht, muss dieses dauerhaft mit der Maschine verbunden sein, vorzugsweise durch Schweißen, Vernieten oder Kleben.

    Bei Produkten, die zu klein sind, um eine lesbare Kennzeichnung der Angaben zu tragen, die entsprechend Nummer 1.7.3 vorgeschrieben sind, kann die Kennzeichnung auf einem dauerhaft gestalteten Etikett angebracht werden, das am Produkt befestigt wird (wobei gewährleistet sein muss, dass das einwandfreie Funktionieren der Maschine nicht beeinträchtigt wird).


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    EU-Leitfaden Edition 2.1 "§ 290 Betriebsanleitung"

    Hinweis:
    Das nachfolgende Papier wurde von Dipl.-Ing. Hans-J. Ostermann übersetzt.

    (a) Die Betriebsanleitung muss umfassende Informationen über den Betrieb der Maschine enthalten in Bezug auf Einfüllen, Verwendung, Einstellung und Düsenreichweiten, Kontrollen, nicht zu verwendende Arten von Pestiziden, Merkmale der Maschine, spezifische Anleitungen. Sie muss auch Informationen über die zur Vermeidung von Verschüttungen zu verwendenden Techniken enthalten, die Art von: Behältern (wie Größe, Materialien, Ausführung), die verwendet werden sollten; Mischgeräte und wie diese gereinigt werden sollten und insbesondere die Mittel zur Entsorgung von Reinigungsflüssigkeit und Pestizidabfall. Die Vorsichtsmaßnahmen, die beim Transport der Ausrüstung zu treffen sind, wie z.B. Pestizide isoliert werden, um die Möglichkeit des Verschüttens zu minimieren und wie gegebenenfalls Auslegerabschnitte usw. von Pestiziden gereinigt werden.


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