Die 10 aktuellsten Einträge aus Sicherheitsanforderungen

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich Sicherheitsanforderungen eingestellt habe.

Fehlende Absaugung: Inverkehbringen verboten

Die Frage, ob der Maschinenhersteller für die Absauganlage an einer Maschine / Maschinenanlage verantwortlich ist, oder ob er diese Aufgabe an den Anwender delegieren kann und hierfür lediglich eine Schnittstelle an der Maschine bereitstellen muss, wird auch in den MBT-Veranstaltungen immer wieder diskutiert. Mit dem nachfolgenden Durchführungsbeschluss hat die EU-Kommission klargestellt, dass die Absaugung von Emissionen in der Verantwortung des Maschinenherstellers liegt. Eine andere Entscheidung hätte allerdings vor dem Hintergrund der Bestimmung des Anhang I, Nr. 1.5.13 auch verwundert:

DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2019/121 DER KOMMISSION
vom 24. Januar 2019, EU-Amtsblatt L 24/29


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Brandschutz an der Schnittstelle MRL und Baurecht

Maschinen / Gesamtheiten von Maschinen erstrecken sich häufig über mehrere Gebäudeabschnitte und damit auch über mehrere Brandabschnitte. Dadurch entstehen in dazwischenliegenden Wänden Öffnungen, die im Brandfall verschlossen werden müssen. Diese Forderung ergibt sich nicht unbedingt aus der Maschinenrichtlinie sondern aus den nationalen Baurecht. D.h. Adressat der baurechtlichen Anforderung ist der Gebäudeinhaber und nicht der Maschinenhersteller. Dazu kommt dann noch der Hersteller der Brandschutzanlage.

Bei der geschilderten Fallgestaltung muss zwischen zwei Fällen unterschieden werden:

  1. Brandschutzanforderungen durch die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MRL) an eine Maschine / Gesamtheit von Maschinen (im Folgenden "Maschine")
  2. Baulicher Brandschutz für ein Gebäude, indem eine Maschine installiert ist.

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Risikobeurteilung hat Gefahrenanalyse abgelöst

Die Risikobeurteilung hat mit der neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG die Gefahrenanalyse abgelöst. Damit wird das nachvollzogen, was schon lange Stand der Technik ist. Die Normung hatte diesen Schritt mit der EN 1050 zur Risikobeurteilung von Maschinen schon im Maschinenbau verankert. Die EN ISO 14121, die Mitte 2008 im Europäischen Amtsblatt gelistet wurde und damit bei ihrer Anwendung die Konformitätsvermutung auslöste, ersetzte diese Norm und führte dabei das bewährte Prinzip der Risikobeurteilung fort. Diese Norm wurde wiederum von der EN ISO 12100 abgelöst, in die das Thema der Risikobeurteilung integriert wurde.

Der Begriff "Risikobeurteilung" ist zu unterscheiden von der vom Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) / der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) durchzuführenden "Gefährdungsbeurteilung", die z.B. bei Maschinen und Anlagen an der fertig im Unternehmen installierten Maschine / Anlage ansetzt und diese in Bezug auf Restgefährdungen unter Berücksichtigung der Arbeitsumgebung und der Wechselwirkungen mit anderen Arbeitsmitteln untersucht.


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Allgemeine Grundsätze Nr. 1 "Risikobeurteilung" - Rechtstext

1. Der Hersteller einer Maschine oder sein Bevollmächtigter hat dafür zu sorgen, dass eine Risikobeurteilung vorgenommen wird, um die für die Maschine geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zu ermitteln. Die Maschine muss dann unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Risikobeurteilung konstruiert und gebaut werden.

Bei den vorgenannten iterativen Verfahren der Risikobeurteilung und Risikominderung hat der Hersteller oder sein Bevollmächtigter

  • die Grenzen der Maschine zu bestimmen, was ihre

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Allgemeine Grundsätze Nr. 2 "Gefährdungsbezug" - Rechtstext

2. Die mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen verbundenen Verpflichtungen gelten nur dann, wenn an der betreffenden Maschine bei Verwendung unter den vom Hersteller oder seinem Bevollmächtigten vorgesehenen Bedingungen oder unter vorhersehbaren ungewöhnlichen Bedingungen die entsprechende Gefährdung auftritt. Die in Nummer 1.1.2 aufgeführten Grundsätze für die Integration der Sicherheit sowie die in den Nummern 1.7.3 und 1.7.4 aufgeführten Verpflichtungen in Bezug auf die Kennzeichnung der Maschine und die Betriebsanleitung gelten auf jeden Fall.

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Allgemeine Grundsätze

In den "Allgemeinen Grundsätzen", die in der alten Maschinenrichtlinie noch "Vorbemerkungen" hießen, wird festgelegt, was der Hersteller bei der Anwendung des Anhang I beachten muss.

In Nr. 1 wird festgelegt, dass der Hersteller eine Risikobeurteilung durchzuführen hat. Der Hersteller findet hier das iterativen Verfahren, dass er bei der Risikobeurteilung einhalten muss.

Diese "Allgemeinen Grundsätze" sind Rechtstext. Ihre Anwendung ist somit verpflichtend.


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EU-Guide Edition 2.1 "§ 160 The applicability of the essential health and safety requirements"

General Principle 2 must be borne in mind when reading each of the EHSRs set out in Annex I. The EHSRs are usually expressed without qualification. However, they are only applicable when they are relevant and necessary. In other words, an EHSR applies when the hazard concerned is present on the particular model of machinery concerned. The first sentence of General Principle 2 also underlines that, when identifying the hazards for a given model of machinery, not just the intended conditions of use but also foreseeable abnormal situations must be taken into account. Foreseeable abnormal situations are those arising from reasonably foreseeable misuse - see §172: comments on section 1.1.1 (i).

The second sentence sets out an exception to General Principle 2, since the requirements set out in sections 1.1.2, 1.7.3 and 1.7.4


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EU-Guide Edition 2.1 "§ 162 Harmonised standards and the state of the art"

Harmonised standards provide technical specifications that enable machinery manufacturers to comply with the EHSRs. Since harmonised standards are developed and adopted on the basis of a consensus between the interested parties, their specifications provide a good indication of the state of the art at the time they are adopted. The evolution of the state of the art is reflected in later amendments or revisions of harmonised standards.The evolution of the state of the art may mean a standard becomes outdated and is in need of a revision; the revision cycle (normally 5 years) should address this aspect, but in some cases the standard’s presumption of conformity may need to be withdrawn or limited – see §119: comments on Article 10.

In this respect, the level of safety afforded by the application of a harmonised standard provides a benchmark that must be taken into account by all manufacturers of the category of machinery covered by the standard, including those who choose to employ alternative technical solutions. A manufacturer who chooses alternative solutions must be able to demonstrate that these solutions are in conformity with the EHSRs of the Machinery Directive, taking account of the current state of the art. Consequently, such alternative solutions must provide a level of safety that it is at least equivalent to that afforded by application of the specifications of the relevant harmonised standard – see §110: comments on Article 7 (2).

When harmonised standards are not available, other technical documents may provide useful indications for applying the EHSRs of the Machinery Directive. Such documents include, for example, international standards, national standards, draft European standards, the Recommendations for Use issued by the European Coordination of Notified Bodies – see §137: comments on Article 14 (7) – or guidelines issued by professional organisations. However, application of such technical documents does not confer a presumption of conformity with the EHSRs of the Machinery Directive – see §383: comments on Annex II 1 A (8).


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EU-Guide "§ 159 Risk assessment and harmonised standards"

The process of risk assessment is facilitated by the application of harmonised standards, since C-type standards for machinery identify the significant hazards that are generally associated with the category of machinery concerned and specify protective measures to deal with them. However the application of harmonised standards does not dispense the machinery manufacturer from the obligation to carry out a risk assessment.

A manufacturer who applies the specifications of a C-type standard must ensure that the harmonised standard is appropriate to the particular machinery concerned and covers all of the risks it presents. If the machinery concerned presents hazards that are not covered by the harmonised standard, a full risk assessment is required for those hazards and appropriate protective measures must be taken to deal with them.

Furthermore, where harmonised standards specify several alternative solutions without defining criteria for choice between them, the choice of the appropriate solution for the machinery concerned must be based on a specific risk assessment. This is particularly important when applying B-type standards – see §111: comments on Article 7 (2).


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EU-Leitfaden Edition 2.1 "§ 162 Harmonisierte Normen und der Stand der Technik"

Harmonisierte Normen enthalten technische Spezifikationen, die es dem Maschinenhersteller ermöglichen, die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen zu erfüllen. Da harmonisierte Normen auf der Grundlage eines Konsenses zwischen den Beteiligten entwickelt und beschlossen werden, vermitteln ihre Spezifikationen einen guten Anhaltspunkt für den Stand der Technik zum Zeitpunkt ihrer Annahme. Die Entwicklung des Stands der Technik findet ihren Niederschlag in späteren Änderungen oder Überarbeitungen harmonisierter Normen. Die Entwicklung des Stands der Technik kann bedeuten, dass ein Standard veraltet und überarbeitet werden muss; Der Revisionszyklus (normalerweise 5 Jahre) sollte diesen Aspekt berücksichtigen, aber in einigen Fällen muss die Konformitätsvermutung der Norm möglicherweise zurückgezogen oder eingeschränkt werden - siehe § 119: Anmerkungen zu Artikel 10.

In dieser Hinsicht setzt das, durch die Anwendung einer harmonisierten Norm mögliche Sicherheitsniveau, einen Maßstab, der von allen Herstellern der durch die Norm abgedeckten Maschinenkategorie berücksichtigt werden muss, und zwar auch von jenen Herstellern, die sich für die Verwendung alternativer technischer Lösungen entscheiden. Ein Hersteller, der sich für Alternativlösungen entscheidet, muss nachweisen können, dass diese Lösungen, unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der Technik, den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der Maschinenrichtlinie entsprechen. Folglich müssen diese alternativen Lösungen ein Sicherheitsniveau bieten, das mindestens gleichwertig ist mit dem, das mit der Anwendung der Spezifikationen der einschlägigen harmonisierten Norm erzielt würde – siehe § 110: Anmerkungen zu Artikel 7 Absatz 2.


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