Die 10 aktuellsten Einträge aus Sicherheitsanforderungen

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich Sicherheitsanforderungen eingestellt habe.

EU-Leitfaden Edition 2.2 "§ 204 Wahl der Steuerungs- oder Betriebsart"

Gegenstand von Nummer 1.2.5 sind Risiken, die auftreten können, wenn eine Maschine mit mehreren Steuerungs- oder Betriebsarten konstruiert wird. In bestimmten Fällen kann eine Maschine mit bestimmten Steuerungsarten, beispielsweise für Einstell- oder Wartungsarbeiten, konstruiert werden. In anderen Fällen sind unterschiedliche Betriebsarten beispielsweise für den Betrieb mit manueller oder automatischer Werkstückzufuhr vorgesehen. Mobile Maschinen können so konstruiert werden, dass sie von einem aufsitzenden Fahrer oder durch Fernsteuerung gesteuert werden.

Nummer 1.2.5 Absatz 1 gilt in sämtlichen derartigen Fällen und fordert, dass die unterschiedlichen Steuerungs- oder Betriebsarten jeweils nur alleine ausgeführt werden können, ausgenommen die NOT-HALT-Funktion, die in jeder gewählten Steuerungs- oder Betriebsart zur Verfügung stehen muss.

Nummer 1.2.5 Absatz 2 gilt für Betriebsarten, für die unterschiedliche Schutzmaßnahmen und Arbeitsabläufe mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Sicherheit erforderlich sind. Für eine Betriebsart, bei der Werkstücke manuell zugeführt werden, kann beispielsweise eine Absicherung mit beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen mit Verriegelung oder mit nichttrennenden Schutzeinrichtungen wie zum Beispiel optoelektronischen Schutzeinrichtungen oder Zweihandschaltungen geeignet sein. Bei Betriebsarten mit automatischer Werkstückzufuhr wird die Verwendung einer Zweihandschaltung als primäre Schutzeinrichtung vermutlich nicht ausreichen.


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EU-Guide Edition 2.2 "§ 204 Mode selection"

Section 1.2.5 deals with risks that may arise when machinery is designed with several control or operating modes. In some cases, machinery may be designed with specific control modes, for example, for setting or maintenance operations. In other cases, different operating modes are foreseen, for example, for operation with manual or automatic feeding of workpieces. Mobile machinery may be designed to be controlled by a ride-on driver or by remote control.

The first paragraph of section 1.2.5 applies in all such cases and requires the different control or operating modes to be exclusive of each other, except for the emergency stop function, which must be available whichever control or operating mode is selected.

The second paragraph of section 1.2.5 applies to operating modes requiring different protective measures and work procedures having a different impact on safety. For example, for an operating mode with manual feeding of workpieces, safeguarding with interlocking moveable guards or with protective devices, such as optoelectronic protective devices or two-hand control devices, may be appropriate. For an operating mode with automatic feeding, the use of a two-hand control device as the main means of safeguarding will probably not be acceptable.


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EU-Leitfaden Edition 2.2 "§ 202 NOT-HALT-Befehlsgeräte"

Ein NOT-HALT-Befehlsgerät enthält eine spezielle Befehlseinrichtung, die mit der Steuerung verbunden ist und einen Befehl zum Stillsetzen übermittelt, sowie die Komponenten und Systeme, die erforderlich sind, um die gefährlichen Maschinenfunktionen so rasch wie möglich zu stoppen, ohne weitere Risiken zu verursachen.

NOT-HALT-Befehlsgeräte sollen es den Bedienern ermöglichen, die gefährlichen Maschinenfunktionen so rasch wie möglich abzuschalten, wenn, trotz der anderen bereits ergriffenen Schutzmaßnahmen, eine Gefährdungssituation oder ein Gefährdungsereignis eintritt. Die NOT-HALT-Funktion bietet für sich alleine keinen Schutz, weshalb im letzten Satz in Nummer 1.2.4.3 betont wird, dass der Einbau eines NOT-HALT-Befehlsgeräts andere Schutzmaßnahmen wie trennende und nichttrennende Schutzeinrichtungen ergänzt, aber keinen Ersatz für derartige Maßnahmen darstellt. Jedoch kann ein NOT-HALT den Bedienern ermöglichen zu verhindern, dass eine gefährliche Situation zu einem Unfall führt, oder zumindest die Schwere der Folgen eines Unfalls abzumildern. Außerdem kann ein NOTHALT den Bedienern ermöglichen zu verhindern, dass eine Maschinenfehlfunktion zu einem Maschinenschaden führt.


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EU-Guide Edition 2.2 "§ 202 Emergency stop devices"

§ 202 Emergency stop devices

An emergency stop device comprises a specific control device linked to the control system that gives a stop command and the components or systems necessary to stop the hazardous functions of machinery as quickly as possible, without creating any further risks.

Emergency stop devices are intended to enable operators to stop the hazardous functions of machinery as quickly as possible if, despite the other protective measures taken, a hazardous situation or event arises. The emergency stop does not itself provide protection, which is why the last sentence of section 1.2.4.3 stresses that fitting an emergency stop device is a back-up to other safeguarding measures such as guards and protective devices, not a substitute for them. However, an emergency stop can enable operators to prevent a dangerous situation from resulting in an accident or at least reduce the severity of the consequences of an accident. An emergency stop may also enable operators to prevent malfunctioning of the machinery from damaging the machinery.

The first paragraph of section 1.2.4.3 requires machinery to be fitted, as a general rule, with one or more emergency stop devices. The second paragraph of section 1.2.4.3 sets out two exceptions where emergency stop devices are not required. The first exception is where an emergency stop device would not reduce the risk compared with the normal stop control or would create new risks. This may be the case, for example, if it is not possible to obtain a significantly quicker stop than is obtained by the normal stop control without creating further risks, such as, for example, the loss of stability or the risk of break-up of parts of the machinery. In cases where an emergency stop control is not provided, the normal stop control device must be clearly identifiable, clearly visible and quickly accessible, also for people not familiar with the machine, so that it can be used to stop the machinery in an emergency. The second exception concerns portable hand-held and/or hand-guided machinery – see §278: comments on section 2.2.1.


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Sichere Zustimmungseinrichtung oder nur Zustimmungseinrichtung?

Die Maschinenrichtlinie fordert in Anhang I 1.2.5:

"[...]
Ist für bestimmte Arbeiten ein Betrieb der Maschine bei geöffneter oder abgenommener trennender Schutzeinrichtung und/oder ausgeschalteter nichttrennender Schutzeinrichtung erforderlich, so sind der entsprechenden Stellung des Steuerungs- und Betriebsartenwahlschalters gleichzeitig folgende Steuerungsvorgaben zuzuordnen:
[...]
"


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Standsicherheit in Erdbeben gefährdeten Gebieten

Soweit Maschinen bestimmungsgemäß in Erdbeben gefährdeten Gebieten eingesetzt werden, muss der Hersteller die Gefährdung durch den Verlust der Standsicherheit der Maschine in Folge eines Erdbebens im Rahmen seiner Risikobeurteilung berücksichtigen. Das gilt auch, soweit es zwar nicht direkt vorgesehen, aber vernünftigerweise vorhersehbar ist, dass die Maschine in einem solchen Gebiet aufgestellt wird.

Siehe hierzu Anhang I, Allgemeine Grundsätze Nr. 1 der Maschinenrichtlinie, wonach der Hersteller u.a. "die Grenzen der Maschine" bestimmen muss und auf dieser Basis  "die Gefährdungen, die von der Maschine ausgehen können", ermitteln muss. Das Einsatzgebiet einer Maschine gehört dabei zu deren Grenzen.


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Maschinenrichtlinie versus EN ISO 10218 "Industrieroboter- ..."

Die harmonisierte Norm EN ISO 10218-2 "Industrieroboter — Sicherheitsanforderungen — Teil 2: Robotersysteme und Integration" verlangt in Kapitel 5.6.4.2 "Manuell mit reduzierter Geschwindigkeit":

"In der Betriebsart „Manuell mit reduzierter Geschwindigkeit“, darf die Geschwindigkeit des ausgewählten Werkzeugarbeitspunkts TCP 250 mm/s nicht überschreiten. […]

In der Betriebsart „Manuell mit


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Anhang I Maschinenrichtlinie

Die konkreten

Grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen für Konstruktion und Bau von Maschinen

sind in Anhang I der Maschinenrichtlinie aufgeführt. Die Anforderungen sind für den Hersteller rechtsverbindlich. Dies ergibt sich aus den Herstellerpflichten in Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a der Maschinenrichtlinie.

Der Anhang I ist aufgeteilt in:


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    EU-Leitfaden Edition 2.1 "§ 199 Steuerung des Ingangsetzvorgangs"

    Durch die Anforderungen in Nummer 1.2.3 soll das unbeabsichtigte oder unerwartete Ingangsetzen verhindert werden, das häufig die Ursache schwerer Unfälle an Maschinen ist.

    Gemäß der in Nummer 1.2.3 Absatz 1 festgelegten grundsätzlichen Anforderung dürfen Maschinen erst dann anlaufen, wenn der Bediener durch eine gesonderte Befehlseinrichtung für das Ingangsetzen einen Ingangsetzungsbefehl gibt. Diese Anforderung gilt für das erstmalige Ingangsetzen der Maschine zu Beginn eines Betriebsabschnitts.

    Nach Nummer 1.2.3 Absatz 2 gilt diese grundsätzliche Anforderung auch dann, wenn die Maschine nach einem Stillstand oder nach wesentlichen Änderungen an ihrem Betriebszustand, beispielsweise einer Einstellung bzw. Anpassung der Maschinengeschwindigkeit, wieder in Gang gesetzt wird.

    Der Ingangsetzungsvorgang darf also beispielsweise grundsätzlich nicht einsetzen, wenn eine bewegliche trennende Schutzeinrichtung mit Verriegelung geschlossen wird, ein Befehl zum Stillsetzen aufgehoben oder ein NOT-HALT-Befehlsgerät losgelassen wird – siehe § 200 bis § 202: Anmerkungen zu


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    Einzelprüfung von Lastaufnahmemitteln auch bei Serienfertigung?

    Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MRL) verlangt in Anhang I, Nr. 4.1.2.3, das der Hersteller statische und dynamische Prüfungen an "Maschinen zum Heben von Lasten" durchführt. Lastaufnahmemittel sind "Maschinen zum Heben von Lasten" im Sinne der MRL. Anhang I, Nr. 4.1.3 verlangt vom Hersteller, dass solche Prüfungen an "allen Maschinen zum Heben von Lasten" durchgeführt werden. Damit müssen grundsätzlich auch alle Lastaufnahmemittel, die in Serie gefertigt werden, einer Einzelprüfung unterzogen werden.

    Anhang I, Allgemeine Grundsätze Nr. 2 der MRL, legt allerdings fest:

    "Die mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen verbundenen Verpflichtungen gelten nur dann, wenn an der betreffenden Maschine bei Verwendung unter den vom Hersteller oder seinem Bevollmächtigten vorgesehenen Bedingungen oder unter vorhersehbaren ungewöhnlichen Bedingungen die entsprechende Gefährdung auftritt.


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