Die 10 aktuellsten Einträge aus Sicherheitsanforderungen

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich Sicherheitsanforderungen eingestellt habe.

Sprachfassung(en) in mehrsprachigen Mitgliedstaaten

Einige Mitgliedstaaten, wie Belgien und Luxemburg haben mehr als eine Amtssprache. Ggf. müssen deshalb nach den rechtlichen Vorgaben der Maschinenrichtlinie in Anhang I Nr. 1.7.4.1. a und b Betriebsanleitungen in mehr als einer Sprache verfasst werden.

Anhang I Nr. 1.7.4.1 legt dazu fest:

a) Die Betriebsanleitung muss in einer oder mehreren Amtssprachen der Gemeinschaft abgefasst sein. [...]


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Sprachfassung der Betriebsanleitung

Die Sprache, in der die Betriebsanleitung vorliegen muss, ist geregelt. Hierfür gelten die rechtlichen Vorgaben der Maschinenrichtlinie in Anhang I Nr. 1.7.4.1. a und b.

Danach muss die Betriebsanleitung grundsätzlich zunächst in einer oder mehreren Amtssprachen der Gemeinschaft abgefasst sein. Bei der Einfuhr in ein bestimmtes Sprachgebiet muss die Betriebsanleitung in der entsprechenden Sprachfassung der Maschine beigefügt sein.

Die Sprachfassung(en) für die der Hersteller / Bevollmächtigte die Verantwortung übernimmt, ist / sind als "Originalbetriebsanleitung" zu kennzeichen. In der englischsprachigen Originalfassung spricht man von der oder den Fassungen der Betriebsanleitung, die der Hersteller verifiziert hat. Zu beachten ist, dass der Hersteller öffentlich rechtlich auch dann für eine Übersetzung der Betriebsanleitung verantwortlich ist, wenn er diese durch einen Dienstleister ausführen lässt.


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Normative Vorgaben

Seit dem 1. April 2020 ist erstmalig eine Norm für Betriebsanleitungen im Rahmen der Maschinenrichtlinie harmonisiert.

Die Norm EN ISO 20607:2019 Sicherheit von Maschinen — Betriebsanleitung — Allgemeine Gestaltungsgrundsätze (ISO 20607:2019) ist gelistet im

DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2020/480 DER KOMMISSION
vom 1. April 2020
zur Änderung des Durchführungsbeschlusses (EU) 2019/436 über die harmonisierten Normen für Maschinen zur Unterstützung der Richtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates


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Sprache des Typenschilds

Anhang I, Nr. 1.7.3 legt Anforderungen an die Kennzeichnung einer Maschine fest.

Bei den allgemeinen Angaben im ersten Absatz dieser Bestimmung:

  • Firmenname und vollständige Anschrift des Herstellers und gegebenenfalls seines Bevollmächtigten,
  • Bezeichnung der Maschine,

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Inhalt der Betriebsanleitung

Der Inhalt der Betriebsanleitung ist in Anhang I Nr 1.7.4.2 der Maschinenrichtlinie wie folgt festgelegt:

Jede Betriebsanleitung muss erforderlichenfalls folgende Mindestangaben enthalten:

a) Firmenname und vollständige Anschrift des Herstellers und seines Bevollmächtigten;


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Rechtstext

Hebebänder im Einsatz (Bild: SpanSet GmbH & Co. KG)
Hebebänder im Einsatz SpanSet GmbH & Co. KG

4.1.2.5. Lastaufnahmemittel und ihre Bauteile

Lastaufnahmemittel und ihre Bauteile sind unter Berücksichtigung der Ermüdungs- und Alterungserscheinungen zu dimensionieren, die bei einer der vorgesehenen Lebensdauer entsprechenden Anzahl von Betriebszyklen und unter den für den vorgesehenen Einsatz festgelegten Betriebsbedingungen zu erwarten sind.

Ferner gilt Folgendes:

a) Der Betriebskoeffizient von Drahtseilen und ihren Endverbindungen insgesamt muss so gewählt werden, dass er ein angemessenes Sicherheitsniveau gewährleistet; er hat in der Regel den Wert 5. Die Seile dürfen außer an ihren Enden keine Spleiße oder Schlingen aufweisen.


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Begrenzung der Antriebskräfte

Der Leitfaden zur MRL sagt in seinem §212 aus:

"In bestimmten Fällen lassen sich Risiken bereits durch Gestaltung der beweglichen Teile vermeiden oder vermindern, beispielsweise durch Begrenzung der Antriebskräfte, sodass das angetriebene Teil keine mechanische Gefahr darstellt, [...]"

Zu begrenzten Kräften existiert derzeit (5.2019) noch keine harmonisierte Norm. Allerdings enthalten die harmonisierte Norm EN ISO 10218-1:2011 in ihrem Abschnitt 5.10.5 Leistungs- und Kraftbegrenzung durch inhärente Konstruktion oder Steuerung


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EU-Leitfaden Edition 2.1 "§ 184 Sicherheit und Zuverlässigkeit von Steuerungen"

Die Steuerung von Maschinen ist das System, welches auf Eingabesignale von Teilen der Maschine, von Bedienern, von externen Steuerungseinrichtungen oder einer beliebigen Kombination davon reagiert und entsprechende Ausgangssignale an die Stellelemente der Maschine sendet, um zu bewirken, dass die Maschine in der beabsichtigten Weise arbeitet. Steuerungen können unterschiedliche Technologien oder Technologiekombinationen verwenden, wie beispielsweise mechanische, hydraulische, pneumatische, elektrische oder elektronische Technologien. Die Nutzung elektronische Steuerungen, die programmierbar sind, war und ist seit in Kraft treten der Richtlinie wesentlich häufiger gebräuchlich.

Die Konstruktion und der Bau der Steuerung, um einen sicheren und zuverlässigen Maschinenbetrieb zu gewährleisten, sind entscheidende Faktoren, um die Sicherheit der Maschine als Ganzes zu gewährleisten. Die Bediener müssen in der Lage sein sicherzustellen, dass die Maschine jederzeit sicher und erwartungsgemäß funktioniert.

Die in Nummer 1.2.1 festgelegten Anforderungen gelten für sämtliche Teile der Steuerung, die bei einer Störung oder einem Ausfall zu Gefährdungen durch unbeabsichtigtes oder unerwartetes Verhalten der Maschine führen können. Sie sind besonders wichtig für Konstruktion und Bau von den Teilen der Steuerung zugehörig zu Sicherheitsfunktionen wie zum Beispiel die zugehörigen Teile der Steuerung zu Verriegelungseinrichtungen und Zuhaltungen für trennende Schutzeinrichtungen, zu nichttrennenden Schutzeinrichtungen oder NOT-HALT-Befehlsgeräten, da ein Ausfall sicherheitsbezogener Teile der Steuerung zu Gefährdungssituationen führen kann, wenn die entsprechende Sicherheitsfunktion in der Folge aktiviert werden muss. Bestimmte Sicherheitsfunktionen können auch Betriebsfunktionen sein, zum Beispiel eine Zweihandschaltung.


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EU-Guide Edition 2.2 "§ 232 Ionising and non-ionising radiation from the machinery"

The requirements set out in section 1.5.10 concern risks due to emissions of radiation arising from parts of the machinery or from materials or substances used or produced by the machinery. Section 1.5.10 concerns both ionising and non-ionising radiation. Risks due to coherent optical radiation (lasers) are dealt with in section 1.5.11.

Ionising radiation includes radioactive alpha, beta and gamma radiation and X-rays. Exposure to ionising radiation causes damage to cells and can be carcinogenic.

Non-ionising radiation includes magnetic and electromagnetic radiation in the microwave and radio frequency ranges and optical radiation in the infrared, visible and ultraviolet frequency ranges. Exposure to strong magnetic fields can cause vertigo, nausea and magnetophosphenes (visual sensation of flickering lights). Exposure to microwave and radio frequency radiation may lead to heating effects and disturb nerve and muscle responses. Exposure to certain levels of optical radiation can cause burns and other injuries to the eyes and skin. Exposure to ultraviolet radiation can be carcinogenic.


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EU-Leitfaden Edition 2.2 "§ 232 Ionisierende und nicht ionisierende Strahlung der Maschine"

Die Anforderungen in Nummer 1.5.10 beziehen sich auf Risiken durch Strahlungsemissionen, die von Maschinenteilen oder von Werkstoffen oder Substanzen ausgehen, die von der Maschine verwendet oder erzeugt werden. Nummer 1.5.10 gilt sowohl für ionisierende als auch für nicht ionisierende Strahlung. Risiken infolge kohärenter optischer Strahlung (Laser) werden in Nummer 1.5.12 behandelt.

Zu ionisierender Strahlung zählen radioaktive Alpha-, Beta- und Gammastrahlung sowie Röntgenstrahlen. Die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung verursacht Zellschädigungen und kann krebserregend sein.

Nicht ionisierende Strahlung umfasst magnetische und elektromagnetische Felder im Hochfrequenzbereich sowie optische Strahlung im infraroten, sichtbaren und ultravioletten Frequenzbereich. Durch die Einwirkung starker magnetischer Felder kann es zu Schwindelgefühlen, Übelkeit und zu Magnetophosphenen (visuelle Sinneseindrücke in Form flackernder Lichter) kommen. Bei einer Exposition durch hochfrequente Felder kann es zu Erhitzungseffekten und zur Störung der Nerven- und Muskelreaktionen kommen. Bei Grenzwertüberschreitung von optischer Strahlung kann zu Verbrennungen und anderen Schädigungen von Augen und Haut führen. Die Einwirkung ultravioletter Strahlung kann Krebs verursachen.


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