Die 10 aktuellsten Einträge aus Sicherheitsanforderungen

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich Sicherheitsanforderungen eingestellt habe.

Anhang I Maschinenrichtlinie

Die konkreten

Grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen für Konstruktion und Bau von Maschinen

sind in Anhang I der Maschinenrichtlinie aufgeführt. Die Anforderungen sind für den Hersteller rechtsverbindlich. Dies ergibt sich aus den Herstellerpflichten in Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a der Maschinenrichtlinie.

Der Anhang I ist aufgeteilt in:


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    Spannungsgrenzen und Maschinen

    Die Maschinenrichtlinie kennt für ihre Anwendung keine Spannungsgrenzen. Für alle Maschinen, von denen elektrische Gefährdungen ausgehen verweist sie auf die Schutzziele der Niederspannungsrichtlinie (NSpRL).

    Anhang I der NSpRL verweist zwar in dessen Überschrift auf Spannungsgrenzen, schränkt dies im Text aber nicht noch einmal ein. Somit kann davon ausgegangen werden, dass auch für Maschinen unterhalb der Spannungsgrenze die Schutzziele (und damit die harmonisierten Normen) der NSpRL gelten.

    Die (auch unter der Maschinenrichtlinie harmonisierte) EN 60204-1:2006 schränkt ihren Anwendungsbereich in ihrem Kapitel 1 ein auf:

    "Dieser Teil von IEC 60204 gilt für die elektrische Ausrüstung oder Teile der elektrischen Ausrüstung, die mit Nennspannungen bis einschließlich 1 000 V Wechselspannung oder bis einschließlich 1 500 V Gleichspannung und mit Nennfrequenzen bis einschließlich 200 Hz betrieben werden.


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    Haltebremsen

    Haltebremsen können in Maschinen Sicherheitsfunktionen übernehmen. In diesen Fällen sind sie als Sicherheitsbauteile zu betrachten, wenn sie für solche Zwecke gesondert in Verkehr gebracht werden.

    Informationen zu den Lastfaktoren, denen die Bremse bei ihrer Funktionsüberprüfung standhalten muss, finden sich in der Maschinenrichtlinie im Anhang I Nr. 4.1.2.3.

    Im IFA Report 7/2013 Sichere Antriebssteuerungen mit Frequenzumrichtern finden sich in verschiedenen Abschnitten Hinweise zu Haltebremsen:


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    Grenzen der Maschine bei Nutzung der Normen

    Die harmonisierte (Stand 2019) EN ISO 13857:2008 Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefährdungsbereichen mit den oberen und unteren Gliedmaßen gibt verschiedene Höhen und Breiten für Schutzeinrichtungen vor. U.a. für hoch gelegene Gefährdungen (Abschnitt 4.2.1.3 -- 2700mm), die nicht abgesichert werden müssen, weil sie nicht erreicht werden können. Auch die Höhe von Zäunen ist in dieser Norm in Abschnitt 4.2.2.1.2 in Tabelle 2 vorgegeben.

    Hierbei muss aber der Anwendungsbereich aus Kapitel 1 beachtet werden, in dem die Norm aussagt:

    Diese Internationale Norm bezieht Personen von 14 Jahren und älter ein (das 5. Percentil der Personen ab 14 Jahren entspricht etwa 1 400 mm).
    [...]
    Da Sicherheitsabstände von der Größe abhängen, kann es extrem großen Personen möglich sein, Gefahrenbereiche zu erreichen, obwohl die Anforderungen dieser Internationalen Norm eingehalten sind.


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    Begrenzung der Antriebskräfte

    Der Leitfaden zur MRL sagt in seinem §212 aus:

    "In bestimmten Fällen lassen sich Risiken bereits durch Gestaltung der beweglichen Teile vermeiden oder vermindern, beispielsweise durch Begrenzung der Antriebskräfte, sodass das angetriebene Teil keine mechanische Gefahr darstellt, [...]"

    Zu begrenzten Kräften existiert derzeit (5.2019) noch keine harmonisierte Norm. Allerdings enthalten die harmonisierte Norm EN ISO 10218-1:2011 in ihrem Abschnitt 5.10.5 Leistungs- und Kraftbegrenzung durch inhärente Konstruktion oder Steuerung


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    Inverkehrbringensverbot / Rückruf: Eingeschlossen werden nicht verhindert

    Mit dem nachfolgenden Durchführungsbeschluss hat die EU-Kommission klargestellt, dass ein Verstoß gegen die Maschinenrichtlinie vorliegt, der ein Inverkehrbringensverbot und einen Rückruf durch die Marktüberwachungsbehörde rechtfertigt, wenn

    • nicht verhindert ist, dass Personen in der Maschine eingeschlossen werden können,
      oder, falls das nicht möglich ist,
    • nicht gewährleistet ist, dass eine eingeschlossene Person Hilfe herbeirufen kann


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    Inverkehrbringensverbot / Rückruf: feststehenden trennenden Schutzeinrichtungen ohne Werkzeug zu öffnen

    Mit dem nachfolgenden Durchführungsbeschluss hat die EU-Kommission klargestellt, dass ein Verstoß gegen die Maschinenrichtlinie vorliegt, der ein Inverkehrbringensverbot und einen Rückruf durch die Marktüberwachungsbehörde rechtfertigt, wenn feststehende trennenden Schutzeinrichtungen ohne Werkzeug zu öffnen sind:

    DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2019/690 DER KOMMISSION
    vom 30. April 2019, EU-Amtsblatt L 116/78


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    Inverkehrbringensverbot / Rückruf: feststehenden trennenden Schutzeinrichtungen ohne Werkzeug zu öffnen

    Mit dem nachfolgenden Durchführungsbeschluss hat die EU-Kommission klargestellt, dass ein Verstoß gegen die Maschinenrichtlinie vorliegt, der ein Inverkehrbringensverbot und einen Rückruf durch die Marktüberwachungsbehörde rechtfertigt, wenn feststehende trennenden Schutzeinrichtungen ohne Werkzeug zu öffnen sind:

    DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2019/690 DER KOMMISSION
    vom 30. April 2019, EU-Amtsblatt L 116/78


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    Fehlende Absaugung: Inverkehrbringen verboten

    Die Frage, ob der Maschinenhersteller für die Absauganlage an einer Maschine / Maschinenanlage verantwortlich ist, oder ob er diese Aufgabe an den Anwender delegieren kann und hierfür lediglich eine Schnittstelle an der Maschine bereitstellen muss, wird auch in den MBT-Veranstaltungen immer wieder diskutiert. Mit dem nachfolgenden Durchführungsbeschluss hat die EU-Kommission klargestellt, dass die Absaugung von Emissionen in der Verantwortung des Maschinenherstellers liegt. Eine andere Entscheidung hätte allerdings vor dem Hintergrund der Bestimmung des Anhang I, Nr. 1.5.13 auch verwundert:

    DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2019/121 DER KOMMISSION
    vom 24. Januar 2019, EU-Amtsblatt L 24/29


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    Brandschutz an der Schnittstelle MRL und Baurecht

    Maschinen / Gesamtheiten von Maschinen erstrecken sich häufig über mehrere Gebäudeabschnitte und damit auch über mehrere Brandabschnitte. Dadurch entstehen in dazwischenliegenden Wänden Öffnungen, die im Brandfall verschlossen werden müssen. Diese Forderung ergibt sich nicht unbedingt aus der Maschinenrichtlinie sondern aus den nationalen Baurecht. D.h. Adressat der baurechtlichen Anforderung ist der Gebäudeinhaber und nicht der Maschinenhersteller. Dazu kommt dann noch der Hersteller der Brandschutzanlage.

    Bei der geschilderten Fallgestaltung muss zwischen zwei Fällen unterschieden werden:

    1. Brandschutzanforderungen durch die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MRL) an eine Maschine / Gesamtheit von Maschinen (im Folgenden "Maschine")
    2. Baulicher Brandschutz für ein Gebäude, indem eine Maschine installiert ist.

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