Die 10 aktuellsten Einträge aus CE-FAQ

Auf dieser Seite finden Sie die letzten 10 Einträge, die ich im Bereich CE-FAQ eingestellt habe.

Betriebssicherheitsverordnung

Ausnahmen von der Verpflichtung des § 5 Absatz 3 sind in der Betriebssicherheitsverordnung nicht vorgesehen. § 19 Absatz 4 beschränkt die möglichen Ausnahmen auf die §§ 8 bis 11 und Anhang 1. Eine solche behördliche Ausnahme würde auch gegen die Bestimmungen der Arbeitsmittelbenutzungsrichtlinie 2009/104/EG verstoßen, die als Mindestvorschrift von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden müssen. Hier formuliert Artikel 4 sehr klar:

"Vorschriften für die Arbeitsmittel


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Ortsfeste Anlagen im Sinne der EMV-Richtlinie 2014/30/EU

Frage:
Die EMV-Richtlinie regelt im europäischen Binnenmarkt die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln und stellt Anforderungen an diese Betriebsmittel. Dabei unterteilt sie die Betriebsmittel in Geräte und ortsfeste Anlagen. Für ortsfeste Anlagen gelten formale Erleichterungen.

  • Was genau sind "ortsfeste Anlagen" im Sinne der EMV-Richtlinie 2014/30/EU?

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Präventiv zusätzliche Schutzmaßnahmen treffen um eine wesentliche Veränderung zu umgehen

Frage:
Ein Betreiber hat vor seine Maschine zu ändern. Die vorgesehene Änderung bedeutet jedoch eine wesentliche Veränderung der Maschine. Die vorhandenen Schutzmaßnahmen sind nicht ausreichend und und eine ausreichende Risikominderung kann nicht durch einfache Schutzeinrichtungen erreicht werden. Der Betreiber überlegt ein zweistufiges, zeitlich gestaffeltes Umbaukonzept:

  1. Nachrüstung von zusätzlichen Schutzeinrichtungen
  2. Umbau der Maschine mit daraus resultierenden neuen Gefährdungen


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Gebrauchsdauer von Sicherheitsbauteilen

Frage:
Die harmonisierte Norm EN ISO 13849-1 trifft in ihrem Abschnitt 4.5.4 die Annahme, dass Sicherheitsbauteile und deren Komponenten eine Gebrauchsdauer von 20 Jahren haben. Es gibt Hersteller von Sicherheitsbauteilen, die argumentieren, dass sie keine Gebrauchsdauer bescheinigen können, da sie deren konkrete Anwendung nicht im Detail kennen!

Wie kann der Kunde vorgehen, wenn ein Hersteller von Sicherheitsbauteilen keine Angaben zur Gebrauchsdauer macht? Ist es möglich, z.B. über die Rechnung: (T10D = MTTFD x 0,1), eine 20-jährige Gebrauchsdauer selbst zu argumentieren, falls hier ein sehr hoher T10D


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Sind Seillaufräder (Umlenkrollen) Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie?

Frage:
Beim Bau von Freileitungen werden spezielle Seillaufräder (Umlenkrollen) als Montagehilfe für die Montage des Leiterseils verwendet. Die Seillaufräder werden für den Montagevorgang an den Tragarmen der Freileitungsmasten befestigt. Das Leiterseil wird dann während des Seilzugs motorisch über diese Seillaufräder gezogen, damit es möglichst reibungsarm über mehre Freileitungsmasten gezogen werden kann. Ist der Seilzug beendet, wird das Leiterseil fest am Tragarm des jeweiligen Freileitungsmastes montiert. Die Seillaufräder werden danach wieder abgebaut.

Das Seillaufrad besteht im Wesentlichen aus einem Speichenrad aus Aluminiumguss. Es läuft kugelgelagert auf einer Achse, die in einem Rahmen eingebaut ist. Am Rahmen befindet sich oberseitig ein Anschlagpunkt, um das Seillaufrad am Freileitungsmast befestigen zu können (s. Bild am Ende des Textes).

Fallen solche Seillaufräder unter den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie?


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Mit Kran hebbare mobile Schalungseinheit = Maschine?

Frage:
Eine mittels Kran hebbare und manuell verschiebbare Schalungseinheit zum Betonieren von Wänden und / oder Stützpfeilern wird von einem Hersteller in zerlegter Form geliefert.

Die Schalungseinheit wird bestimmungsgemäß vom Kunden vor Ort montiert. Die Schalung ist dafür vorgesehen, dass sie von einem Kran in die benötigte Höhen-Position gehoben wird. Dort wird sie zunächst an der vorhandenen Betonwand befestigt. Danach werden die Schalelemente mittels Schneckenradantrieb und Ratsche horizontal in Betonierposition vorgefahren.

Fällt diese Schalungseinheit unter den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie?


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Aufschaukeln mehrerer Änderungen zu einer wesentlichen Veränderung?

Frage:
Im Laufe der Zeit werden an einer Maschine / Maschinenanlage verschiedene Änderungen vorgenommen. Diese Änderungen stellen jede für sich allein genommen keine "wesentlichen Veränderung" im Sinne des ProdSG dar. Können sich diese Änderungen zu einer "wesentlichen Veränderung" aufschaukeln, so dass eines Tages eine Neubewertung der Maschine / Maschinenanlage erforderlich wird?

Antwort:
Nach dem Interpretationspapier "wesentliche Veränderung" ist jede Veränderung einer Maschine / Maschinenanlage für sich allein genommen zu untersuchen, ob sie eine "wesentliche Veränderung" darstellt. Insofern können sich mehrere "nicht-wesentliche Veränderungen" nicht zu einer wesentlichen Veränderung aufschaukeln.


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Probleme nationales Baurecht / EU-Binnenmarktrecht

Die Schnittstelle zwischen dem europäischen Binnenmarktrecht und dem nationalen Baurecht bereitet häufig Probleme. Örtliche Baubehörden gehen nach den nationalen baurechtlichen Anforderungen vor und stufen Maschinen / Gesamtheiten von Maschinen (Maschinenanlagen) als Bauwerke ein. So z.B. bei Windkraftanlagen, Kühltürmen, Betonmischanlagen, Klapp- und Zugbrücken, Schleusenanlagen, .... Dazu verlangen sie dann, dass der Hersteller das baurechtlich Genehmigungsverfahren durchläuft. Insbesondere werden immer wieder Nachweise über die Statik und den Brandschutz verlangt.

Soweit es sich bei den "Bauwerken" um Maschinen oder Maschinenanlagen handelt, ist dies nach dem europäischen Produktrecht nicht zulässig. Diese Forderungen gehen über die Anforderungen des -höherwertigen- EU-Rechts hinaus und stellen insofern ein verbotenes Handelhemmnis dar.

In solchen Fällen könnte der Hersteller die Baubehörden z.B. mit nachfolgendem Schreiben auf die EU-rechtlich unzulässigen Forderungen hinweisen:


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Ist eine Roboterprüfzelle eine Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie?

Roboter (Bild ABB)

Frage:
In einer Instandhaltungswerkstatt eines Industrieunternehmens wird durch das Unternehmen selbst für die eigene Verwendung eine Roboterprüfzelle gebaut. In dieser Roboterprüfzelle sollen zum einen Reparaturen an diversen Applikationsmodulen durchgeführt werden und zum anderen die Roboter anschließend auch geprüft werden. Die Roboterprüfzelle selbst ist ein abgeschlossener  Bereich, der durch eine feststehende trennende Schutzeinrichtung von der restlichen Werkstattfläche abgetrennt ist. Der Zugang zu dem Bereich ist nur durch eine in die Steuerung eingebundene, verriegelte Tür möglich.

Die  vorgesehenen Betriebsarten für die Roboterprüfzelle sind:

  1. Automatikbetrieb zum Prüfen der reparierten Komponenten

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Lebensdauer abgelaufen. Was ist zu tun?

Frage:
Ein Hersteller hat in der Betriebsanleitung die Lebensdauer der Maschine / Anlage mit 20 Jahren angegeben. Die Maschine / Anlage soll aber weiter betrieben werden, da sie noch "einen guten Eindruck" macht und immer noch "ihren Dienst tut". Ist das zulässig? Was ist ggf. zu tun um die Maschinen / Anlagen nach Ablauf dieser vorgegebenen Lebensdauer sicher weiter betreiben zu dürfen?

Antwort:


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